23.07.1922 – Grundsteinlegung, 19.08.1923 – Benedizierung/ Einsegnung
Der erste Pfarrer, Stephan Wolfgarten, ein Deutsch-Amerikaner, begann den Kirchbau in der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg mit Spenden aus Amerika. Dies dankte ihm die Gemeinde. Sie gab der Kirche seinen Namen: STEPHANUS und ehrte ihn durch eine Fensterinschrift:
In schwerer Zeit der Not /
Ein Pfarrer hier bereit sich bot /
Dies Gotteshaus zu baun /
Mit starkem Mut und Gottvertrauen /
reist nach Amerika er hin /
Zu sammeln viele Mittel /
Durch die gelungen dieses Hauses Bau /
Drum Dank den edlen Spendern /
Vor allem unserm Pfarrer /
Stephan Wolfgarten.
Die wertvollen barocken Inventarien (um 1750) kamen aus der Sammlung von Domkapitular Alexander Schnütgen (1843 – 1918) (Schnütgen – Museum, Köln), nämlich die Kommunionbank, die Kanzel, die Statuen, Kelch, Monstranz, Speisekelch, Weihrauchfass, Messgewänder („Bassgeigen“).
Zu den Figuren: In der Apsis das Kreuz, davor links der hl. Petrus (mit den zwei Schlüsseln), rechts der hl. Paulus (mit Buch und Schwert). Die Paulusfiguren ist von dem Südtiroler Schnitzer Andreas Demetz 1990 angefertigt worden. In den sogenannten Triumphbogen links die Herz-Jesu-Statue: der auferstandene Christus mit Kreuz weist auf seine Herzwunde. Rechts die sogenannte „Hackenberger Madonna“ (der Name hat nichts mit dem Bergneustädter Stadtteil zu tun!) An der rechten Innenwand von vorne nach hinten: die Kanzel, der hl. Judas Thaddäus (mit Keule), der hl. Josef (mit Jesuskind) und hl. Christopherus (ebenfalls mit Jesuskind). Im Vorraum hängt eine Pieta (um 1350): Maria hält den toten Gottessohn auf ihrem Schoß. Um dieses Vesperbild ist 1975 von Hermann Gottfried ein Gemälde angebracht worden, das von links oben nach unten die Sieben Freuden Mariens und von links oben nach rechts und nach unten die Sieben Schmerzen Mariens zeigt. Die steinernen und bronzenen Gegenstände schuf der Bildhauer Rudolf Peer, Köln, in den sechziger und siebziger Jahren: Ambo/ Kanzel, Gitter hinter dem Seitenaltar, Tore, Taufbecken (1965), Tabernakel (1980).
Der Kreuzweg ist von Andreas Demetz aus Südtirol geschnitzt und von seiner Frau gemalt worden. Am 26.05.2007 wurde er von einem Franziskaner geweiht. 1964 entstand das Seitenschiff nach Plänen und unter der Leitung von Architekt Hanns Fritz Hoffmann, Köln. 1979 führte er auch die Renovierung der Kirche durch und erstellte das Küsterhaus, das Büchereigebäude und den Kindergarten mit Jugenheim. 1987 musste die Kirche wegen Feuchtigkeitsschäden innen neu gestrichen werden und 2003 – 2005 vom Dachstuhl bis zur Drainage saniert werden. Der barocke gelb-weiße Anstrich ist ergänzt durch eine blaue Himmel-Decke (Wischtechnik).
30.11.1968 – Glockenweihe
1959 Turmkreuz und Turmhahn. Die Gesamthöhe beträgt 3 m.
23.10.1960 Orgelweihe
