
„Seht die Wohnung Gottes unter den Menschen“ (Offb 21,3). Zu den ersten christlichen Gemeinden und Pfarrkirchen unserer Heimat zählt auch der Ort Eckenhagen mit der dem hl. Alexander geweihten Eckenhagener Pfarrkirche. In einer Handschrift, urkundlich bestätigt, wurde das Gotteshaus 1197 von Mönchen des Bonner „Cassiusstiftes“ errichtet. 1764: Abriss bis auf die Grundmauern, sie sollen die Fundamente der heutigen Evangelischen Kirche von Eckenhagen sein. In der Reformationszeit ging mit der Annahme des lutherischen Bekenntnisses 1569 die katholische Pfarrei Eckenhagen als solche unter. Im Jahre 1709 wurde wieder eine katholische Missionsstelle, eine Gemeinde mit einem ständig in Eckenhagen wohnenden Priester eingerichtet, was ununterbrochen bis Anfang des Jahres 2006 erhalten blieb. (Im späteren Text unter dem Jahr 2006 wird über die letzten gravierenden Ereignisse unserer Pfarrei in Eckenhagen berichtet!). Ein erstes Taufbuch wird ab 1709 geführt und es ist im Archiv vorhanden. Gottesdienst wird in einer kleinen Kapelle – „in aedibus Bartholomaei“ – im „Haus des Bartholomäus“ abgehalten, wahrscheinlich im alten Eckenhagener Gerichtsgebäude, dem so genannten Reichshof (in Anlehnung an den Reichshof des Kaiser Barbarossa). 1738 erfolgte in Eckenhagen – in der Amtszeit des Missionars Pastor Johann Bieker (1737-77) – die Grundsteinlegung zur gegenwärtigen St. Franziskus Xaverius Kirche – als einfacher Saalbau errichtet, deren 4 Fenster mit den rundbogigen bleiverglasten Heiligendarstellungen heute noch erhalten sind.1902: Bau eines Westturmes.1903: Neugestaltung des Innenraumes.1959 – anlässlich der 250-Jahrfeier der Missionsstelle, zu der Zeit bereits zur heutigen Pfarre St. Franziskus Xaverius entwickelt – berichtet der Chronist, der damalige Pastor Peter Rönz (1953-1969): „Unsere Kirche ist zu klein für die treuen sonntäglichen Messbesucher aus den z.Zt. 60 Höfen und Dörfern.“ Vorbereitungen zur Erweiterung wurden getroffen. Nach Abbruch des alten Chores erfolgte die Erweiterung im Osten mit Querrahmen zu Sakristei, linkem Seitenschiff – mit Taufbecken und Beichtstuhl – und rechtem Seitenschiff – „Thronender Marienfigur“ und Beichtstuhl. – Der Altarraum wurde zu einem Rechteckchor erweitert.1978: Weihe des Voraltares im Altarraum durch Weihbischof Dr. Klaus Dick unter dem neuen Pfarrer Heinrich Höngesberg – ein von Architekt Lohmeyer, Köln, z.Zt. des damaligen Pastors Alfred Gräf 1976 entworfener und in Mayen angefertigter Altartischblock aus Grauwacke. Nach 29-jähriger segensreicher Seelsorgetätigkeit in Wildbergerhütte und Eckenhagen – zeitweise auch Denklingen – verließ der amtierende Pfarrer Heinrich Höngesberg am 15. Februar 2006 mit 66 Jahren unsere Pfarrgemeinde – das Pfarrhaus stand leer – da das Erzbistum Köln zum 01. Januar 2006 die drei Pfarrgemeinden des Reichshofes „Denklingen-Wildbergerhütte – Eckenhagen“ zu einem Seelsorgebereich zusammengelegt hatte. Der Pfarrer von Denklingen übernahm als Pfarrverbandsleiter die Aufgabe des Seelsorgebereichs „Reichshof“. Umso heftiger traf uns – die Diasporagemeinde St. Franziskus Xaverius Eckenhagen mit ca. 50 Höfen und Dörfern – dann zum 01.08. 2007 die Entscheidung des Erzbistums Köln: der bisherige Seelsorger dann von Wildbergerhütte – Diakon Gerhard Zimmermann – wurde nach Wipperfürth versetzt und unser neuer Pfarrverbandsleiter – Pastor Ulrich Oligschläger – erhielt die Ernennung zum Pfarrer nach Königswinter-Tal, für beide Herren unterblieb die Benennung eines Nachfolgers. Im Amtsblatt des Erzbistums Köln wurde dann eine Urkunde über die Auflösung des Kath. Kirchengemeindeverbandes Reichshof veröffentlicht. Begründung: Aufgrund der Neustrukturierung der Seelsorgebereiche im Dekanat Gummersbach / Waldbröl erfolgt eine damit verbundene neue Zuordnung der Kirchengemeinde St. Antonius, Reichshof-Denklingen zum Pfarrverband „An Bröl und Wiehl“, St. Bonifatius, Reichshof-Wilbergerhütte zum Pfarrverband Morsbach/Friesenhagen/Wildbergerhütte und wir – St. Franziskus Xaverius Eckenhagen zum Pfarrverband Oberberg Mitte mit dem damals verantwortlichen Pfarrer Paul Klauke in Gummersbach.
