
Die erste hl. Messe wurde in Derschlag im Jahre 1888 in einem angemieteten Saal gefeiert. Im selben Jahr wurde dann eine Rektoratsgemeinde gegründet, die auch einen eigenen Geistlichen erhielt. Das Einzugsgebiet erstreckte sich im Norden bis Dümmlinghausen, im Süden bis Hunsheim, im Osten bis Bergneustadt und im Westen bis Rebbelroth.
Im Jahre 1889 wurde das Rektoratsgebäude, das heutige Pfarrhaus, errichtet. 1890 wurde darin eine kath. Privatschule für 62 Schüler eingerichtet.
Der Bau einer eigenen Kirche konnte im Jahre 1891 in Angriff genommen werden, nachdem eine hochherzige Spenderin, Fräulein Elisabeth Reichensperger, ihr gesamtes Vermögen dem Bau dieser Kirche zur Verfügung stellte. Sie entstammte einer kath. Familie aus dem Rheinland. Ihre Brüder Peter und August waren u.a. Gründer der kath. Zentrumspartei, sie förderten kath. Wissenschaften und waren engagiert bei der Entstehung des Borromäusvereins und bei der Fertigstellung des Kölner Domes.
Zu Ehren der Stifterin Elisabeth Reichensperger wurde die Derschlager Kirche auf ihre Namenspatronin die Hl. Elisabeth von Thüringen geweiht.
